Rezension: der Beste zum Kuss

Der Beste zum Kuss

von Janet Evanovich

Manhattan Verlag

14,99 €

Erscheinungsdatum: 17. 4.2012

Inhalt:

Stephanie Plum ist Kautionsagentin – oder auch Kopfgeldjägerin, wie sie sich selbst oft nennt – sprich, sie spürt die Leute auf, die auf Kaution auf freiem Fuß sind, zu ihren Gerichtsterminen aber nicht erscheinen. Sie arbeitet in der Kautionsagentur ihres Cousins Vinnie, zusammen mit Lula, einer ehemaligen schwarzen Prostituierten mit einer Vorliebe für Essen und Connie, der Sekretärin, die eine Meisterin in der Erschaffung von Stinkbomben ist.

Eines Tages jedoch wird Vinnie plötzlich entführt. Es stellt sich heraus, dass er bei einem zwielichtigen Zeitgenossen horrende Spielschulden hat, die er nicht begleichen kann; zunächst sind es „nur“ ca. 700 000 Dollar, doch die Forderung steigert sich mit jedem Tag, die die Schulden nicht beglichen werden und landen schließlich bei 1,2 Millionen, welches das Budget der Agentur eindeutig übersteigt.

Aus diesem Grund schließen sich Stephanie, Lula und Connie zusammen, um ihn zu befreien.

Auch Joe Morelli und Ranger, die beiden Männer in Stephanies Leben, spielen eine Rolle. Der eine ist Polizist und räumt das Chaos auf, das die drei Frauen hinterlassen, der andere arbeitet bei einer Sicherheitsfirma und hat einen (schnell schrumpfenden) unerschöpflichen Vorrat an Autos parat.

Beide schwanken bei Stephanie zwischen potentiellem scharfem Liebhaber und festem Freund. Während sie Ranger als einfach nur heiß betrachtet, besteht zwischen ihr und Morelli im wahrsten Sinne des Wortes eine Hassliebe. Die beiden können sich einfach nicht entscheiden, hop oder top.

Die fünf schaffen es schließlich auf (mehr oder weniger) legalem Wege, Vinnie zu befreien, aber der Erpresser, der damit droht, Vinnie bei Nichtbegleichung der Schulden zu töten, hat noch einige Asse im Ärmel…

Meine Meinung:

Der Anfang des Buches hat mich noch überzeugt. Janet Evanovichs Schreibstil ist lustig und locker und gut zu lesen.

Aber nach einigen Kapiteln stellt sich bereits eine gewisse Langeweile ein. Im Grunde besteht der ganze Roman aus einer Aneinanderreihung von Actionszenen, bei denen oft allerdings der Sinn fehlt. Gegen Ende zieht sich die Handlung dann nur noch.

Manchmal wurde neben der Haupthandlung auch noch geschildert, wie Stephanie – um an Geld zu kommen – ihrer üblichen Arbeit nachgeht und Kautionsflüchtlinge fängt, was zwar ganz lustig war, aber irgendwie nicht in die Geschichte gepasst hat.

Die Liebesgeschichte im Buch, Morelli – Stephanie – Ranger ist ganz in Ordnung, aber ebenfalls gegen Ende geht einem das ganze Hin und Her fürchterlich auf die Nerven. Meine Meinung: Sie soll sich doch um Himmels Willen endlich für einen der beiden entscheiden!

Das ganze Buch ist zwar, wie schon erwähnt, in einer humorvollen Art geschrieben, was mir auch gut gefallen hat, aber manchmal war es auch zuviel des Guten. Besonders Lula, die ehemalige Prostituierte, ging mir irgendwann auf den Senkel.

Das meiner Meinung nach allerdings größte Manko – eigentlich handelt es sich bei diesem Buch doch mehr oder weniger um einen Krimiroman, lustige Elemente hin oder her.

Aber wo war die Spannung? Ich habe sie auf jeden Fall nicht gefunden.

In keiner der Szenen war ich nervös oder habe mit den Charakteren mitgefiebert. Trotz haufenweise Einbrüchen, Kämpfen mit Alligatoren, Schießereien kam keine wirkliche Spannung bei mir auf, nicht einmal gegen Ende, als Stephanie höchstpersönlich in einer dramatischen Aktion entführt wurde.

Fans der Stephanie-Plum – Reihe könnten durchaus enttäuscht sein, da dieser Teil – immerhin bereits Teil 16 – besonders zu den Anfängen der Serie eindeutig hinterherhinkt.

    

2 von 5 Smileys (ich hätte gerne 2,5 vergeben, aber da der halbe Smiley immer noch in Arbeit ist, muss sich das Buch wohl mit zwei begnügen, denn drei waren dann wirklich ein bisschen viel 😉 )

Mehr von Janet Evanovich:

Einmal ist keinmal – der erste Band der Reihe um die Kautionsagentin Stephanie Plum (kam im April 2012 mit Katherine Heigl in der Rolle der Stephanie Plum in die deutschen Kinos)

explosive eighteen – Janet Evanovichs neuester Roman, seit November 2011 in Englisch erhältlich

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