Rezension: Der Nachtzirkus

Der Nachtzirkus

von Erin Morgenstern

19,99 €

Ullstein

Erscheinungstermin: 15.3.2012

Inhalt:

Celia und Marco sind schon seit ihrer Kindheit durch einen Pakt ihrer Väter  miteinander verbunden, der sie dazu zwingt, gegeneinander einen Wettkampf zu bestreiten, den nur einer überleben kann.

Schauplatz soll der geheimnisvolle Nachtzirkus sein: Der Cirque des Rêves. Jeder kann ihn besuchen und all die Wunder bestaunen, die es dort zu sehen gibt, doch keiner der Besucher ahnt den fürchterlichen und unerbittlichen Hintergrund der Attraktion.

Alles läuft jedoch aus dem Ruder, als Celia und Marco sich gegen den Willen ihrer Väter treffen und sich ineinander verlieben. Sie versuchen verzweifelt, sich vom Wettkampf zu lösen, um sich nicht gegenseitig ins Verderben zu stürzen, sind jedoch dazu nicht in der Lage. Zu stark scheint der Zauber zu sein, der sie unwiderbringlich aneinander bindet…

Meine Meinung:

Ein zauberhafter Roman in einem unglaublich fantasievollen und schönen Schreibstil. Die Schilderungen der Attraktionen ziehen in den Bann und man wünscht sich, selber zwischen den Zelten entlanzuschlendern, um nach Lust und Laune die Zelte betreten zu können.

Hinzu kommt, dass der Leser immer wieder persönlich angesprochen wird. So endet der Prolog des Buches mit den Worten: „Dann bebt das Eisentor kurz und öffnet sich wie von selbst. Die Torflügel schwingen auf und laden die Menschen ein. Jetzt ist der Zirkus geöffnet. Jetzt darfst du eintreten.“

Doch trotz des unglaublich bezaubernden Schreibstils ist Einiges zu bemängeln. So erfüllte das Buch meiner Meinung nach nicht die Erwartungen, die es im Klappentext und auch am Anfang des Buches weckt.

Es werden ständig Andeutungen auf Erklärungen gemacht, die unweigerlich beim Lesen des Buches im Kopf der Leser umherschwirren müssen. Warum sind die Väter von Celia und Marco so darauf erpicht, Wettkämpfe in ihrem Namen austragen zu lassen? Was geschah mit all den Todesfällen, die es in dem Buch gibt? Warum mussten diese Leute sterben? Was ist das überhaupt für ein Wettkampf und wieso sollte er tödlich enden? Das ganze Buch über erscheint der Wettkampf doch recht harmlos und es kommt eigentlich nie zu einem Duell, wie man es erwarten würde. Man wartet auf die Erklärungen. Und wartet. Und sie kommen einfach nicht, bis man enttäuscht feststellen muss, dass das Buch zu Ende ist und mehr Fragen offen lässt, als zu beantworten. Es bleibt bei den Andeutungen, die den Leser unbefriedigt zurücklassen.

Auch gelten die wunderschönen und detaillierten Beschreibungen nicht für die Charaktere in dem Buch. Man erfährt eigentlich recht wenig über sie, ihre Gefühle und ihre Vergangenheit, was ich sehr schade finde.

Letztendlich kann man sagen, dass das Buch zwar in einem wunderschönen Schreibstil verfasst ist, doch mir fehlen eine eindeutige Klarheit in der Handlung und  interessante Charaktere mit Ecken und Kanten, die sich vielleicht im Laufe des Romans verändern und wandeln.

Deswegen gibt es von mir für dieses Buch leider nur 2 von 5 Smilies.

    

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