Rezension: Ash

Ash

von Malinda Lo

12,99€

Pan Verlag

2. November 2010

Inhalt:

Ash hatte die Geschichten ihrer Mutter geliebt, vom geheimen Feenreich und ihrer wunderschönen Königin, von ahnungslosen Menschen, die sich in einem Feenkreis verfingen, von Liebe und Verderben zwischen jungen Frauen und den attraktiven Reitern aus dem verborgenen Palast. Doch nun war Ashs Mutter tot und ihr Vater musste seinen Geschäften in der Stadt nachgehen.
Es war ein Brief, der Ash aus ihrer Trauer riss und sie zugleich mit Unverständnis erfüllte. Sie würde eine neue Mutter bekommen und zwei Schwestern. Ihr Vater hatte neu geheiratet…

Das Glück der frisch Vermählten währte jedoch nicht lange, denn Ashs Vater erkrankte und ihre Stiefmutter verwies die Kräuterhexe des Dorfes aus ihrem Haus. Ashs Vater sollte in die Stadt gebracht werden, um dort von richtigen Ärzten behandelt werden. Kurz darauf verstarb auch er, in dem blutigen Krampf des Aderlasses. Das Leben von Ash änderte sich schlagartig. Ihre Stiefmutter begann sie wie eine Leibeigene zu halten und es dauerte nicht lange, bis auch die Älteste ihrer Stiefschwestern die Hand gegen sie erhob. Wann immer Ash aus dem grossen Haus in der Stadt entkommen konnte, schlich sie in den angrenzenden königlichen Wald.
Ash wusste das sich dort Feenmänner und -frauen bewegten und eine Begegnung mit ihnen den Tod oder schlimmeres bedeuten konnte. Doch Ash sehnt sich nach ihrer Mutter und wusste, das die Erfüllung von Wünschen stets einen hohen Preis bei den Feen kostet.

Meine Meinung:

Die Neuauflage des Märchens „Aschenputtel“ hat außer der bösen Stiefmutter und den Stiefschwester nur noch wenig mit dem Original zu tun. Ab und an blickt noch ein Schimmer des Märchens durch, doch der entscheidende Unterschied ist der sehr emanzipierte Hauptcharakter Ash. Sie flieht vor ihrer schlechten Behandlung in den Wald und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand, indem sie versucht dort auf einen Elf zu treffen, der ihr Leben beendet.

Auch lässt sie sich nicht von ihrer große Liebe finden, sondern geht selbst zu ihr hin. Denn warum sollte sie sich ihren Prinzen nicht selbst angeln!

Die Story ist neu und frisch, wenn auch nur mäßig spannend. Aber darum geht es auch vordergründig gar nicht, sondern um die Neudarstellung der Hauptperson als eigenständiger und starker Mensch und die Entwicklung von Ash ist wirklich drastisch. Von einem verloren Mädchen ohne Eltern verwandelt sie sich zu einer starken, leicht magischen Frau (was nicht zuletzt am Einfluss des Elfs liegt).

Obwohl sich, wie bereits erwähnt, der Spannungsgrad in Grenzen hält, ist das Buch trotzdem sehr lesenswert. Denn wo findet man schon ein Grimmmärchen in Verbindung mit der magischen „Todeswelt“ der Feen und Elfen. Natürlich kommt die Romantik auch nicht zu kurz.

Für ein süßes und mystisches Märchen erhält das Buch von mir…

           

4 von 5 Smileys!

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