Rezension: Zerbrechlich

Zerbrechlich

von Jodie Picoult

Bastei Lübbe

19,99 €

Erscheinungsdatum: 1.10.2010

Inhalt:

Willow ist das lang ersehnte Kind von Charlotte und Sean O’Keefe. Doch sie kommt mit einem während der Schwangerschaft entdeckten genetischen Defekt zur Welt, der „Osteogenesis imperfecta“ oder auf Deutsch Glasknochenkrankheit. Bei jeder noch so kleinen Berührung kann es passieren, dass sie sich sämtliche Knochen bricht und es sogar lebensgefährlich werden kann. Hätte man Willows Krankheit schon viel früher entdecken können, sodass ihre Eltern die Möglichkeit einer Abtreibung gehabt hätten? Diese Frage steht plötzlich im Raum. Obwohl die O’Keefes ihre jüngere Tochter lieben, fordern Willows Behandlungen und Krankenhausaufenthalte immer häufiger Kraft – und natürlich auch Geld. Geld, das die Familie nicht ausreichend hat. Daher stürzt sich Mutter Charlotte wie wild in die Klage gegen die Gynäkologin, die die Krankheit schon früher hätte erkennen können – ihrer Meinung nach. Der Haken an der Sache: Die Ärztin, die Willow damals auf die Welt geholt hat, ist Charlottes langjährige beste Freundin…

Meine Meinung:

Wieder einmal ein sehr gelungenes Buch von Jodie Picoult nach alter Manier: Die verschiedenen beteiligten Personen erzählen ihre eigene Sicht, wobei sie alle ihre Worte an Willow richten. Sprechen z.B. die Eltern davon, dass sie ihr etwas Bestimmtes mitgeteilt haben, steht immer geschrieben: „Wir sagten dir…“ Das hat mir gut gefallen. Auch der relativ ungewöhnliche Fakt, dass jeder der Charaktere in einer anderen Schriftart erzählt, macht die Geschichte abwechslungsreich und interessant.

Das Schicksal der kleinen Willow berührt einen von der ersten Seite an. Sie beschwert sich nie, auch wenn sie große Schmerzen leidet. Man schließt sie sofort in sein Herz, auch wegen der Millionen nutzloser Fakten, die sie trotz ihrer erst fünf Jahre zum Besten gibt. Auch in ihre Schwester
Amelia, die versteht, dass Willow Vorrang hat und sich trotzdem ausgegrenzt fühlt, kann man sich gut hineinversetzen, wie eigentlich in jeden Charakter der Geschichte. Erneut spinnt Jodie Picoult Schicksale zusammen, von denen man vielleicht nicht gedacht hätte, dass sie miteinander in Bezug stehen.

Ein rundum „perfektes“ Buch 😉

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