Rezension: About Ruby

About Ruby

von Sarah Dessen

dtv

Erscheinungsdatum: 1.9.2010

7,95€

Inhalt:

Ruby hat eine schwere Kindheit hinter sich. Ihre Eltern haben sich geschieden und die Mutter, zu stolz, um Hilfe von ihrem ehemaligen Mann anzunehmen, versucht, sich mit ihren zwei Kindern alleine durchzuschlagen.

Über ihre Verbitterung vernachlässigt sie Ruby und ihre Schwester Cora sträflichst und wenn sie zu viel getrunken hat, fängt sie sogar an, gewalttätig zu werden.

Diese schwere Zeit steht Ruby nur durch, weil ihre Schwester immer für sie da ist und sie beschützt. Als Cora jedoch einen Studienplatz bekommt und auszieht, ist Ruby wieder auf sich alleine gestellt und es scheint, dass Cora keinerlei Interesse mehr am Schicksal Rubys hat.

Nach einigen Jahren wird Ruby von ihrer Mutter ebenfalls verlassen und versucht, sich auf eigene Faust durchzuschlagen, wird jedoch entdeckt und zu ihrer einzigen Verwandten Cora gebracht, die nun erfolgreiche Anwältin ist und mit ihrem Mann auf einem großen Anwesen wohnt.

Auf einen Schlag ist Ruby reich, geht auf eine Privatschule, muss sich nie mehr Sorgen um die unbezahlte Miete machen und ist doch nicht glücklich, denn sie kann Cora nicht verzeihen, dass sie einfach aus ihrem Leben entschwunden ist.

Sie kann das scheinbar unbeschwerte Glück, das die Reichen in ihrer Nachbarschaft zu leben scheinen, nicht leiden und schwört sich, so bald wie möglich wieder abzuhauen und sich solange mit niemandem anzufreunden, damit sie nicht verletzt wird und erst recht nicht genauso wie die anderen wird.

Doch dann lernt sie Nate kennen, dessen Leben nach außen hin absolut perfekt erscheint. Doch als sie sich näher kommen, muss sie erkennen, dass er nicht so anders ist wie sie und genauso tiefe Verletzungen in seiner Seele hat, die nicht zu heilen scheinen.

Meine Meinung:

Ich fand dieses Jugendbuch sehr schön und einfühlsam. Es greift zwar ein wenig klischeehaft alle Themen auf, die man eben in einem Jugendbuch findet: Alkohol, Drogen, Jugendliche, die auf die schiefe Bahn geraten, Liebe etc.

Und doch unterscheidet es sich ganz gewaltig von vielen anderen Jugendbüchern dieser Art, denn hier steckt noch die Idee einer Mutter dahinter, die ihre Kinder schlecht behandelt und ihr Selbstmitleid in Alkohol ertränkt.

Und es steckt auch der Gedanke dahinter, wie man trotz all dieser traumatischen Ereignisse, welche in einem großen Misstrauen gegenüber allem und jedem resultieren, ein neues Leben aufbauen kann und irgendwann mal sogar so weit ist, nicht nur seine eigenen Sorgen und Probleme zu tragen, sondern sogar auch die eines anderen.

Alles in allem fand ich das Buch wirklich schön und berührend zu lesen und die gute Beschreibung der Charaktere sowie der schöne Schreibstil machen die Klischees, die oft aufblitzen, wett.

Deswegen gibt es 4 von 5 Smilies.

    

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