Rezension: Die Tochter der Tryll – Verborgen

Die Tochter der Tryll – Verborgen

von Amanda Hocking

12,99 €

cbt
Inhalt:

Wendys Mutter hält sie für ein Monster. Als Wendy sechs war, versuchte sie sie umzubringen. Doch jetzt, elf Jahre später, muss Wendy erkennen, dass sie vielleicht recht hatte. Finn, ein Gesandter der Tryll, magischen Wesen, sucht sie auf und eröffnet ihr, dass sie selbst eine Tryll ist und nicht nur irgendeine. Sie ist die Tochter der Königin.

Meine Meinung:

Leider muss ich sagen, dass mich dieses Buch ziemlich enttäuscht hat. Die Idee ist eigentlich wirklich interessant, aber an der Umsetzung hapert es. Über die Tryll und ihre Fähigkeiten erfährt man leider nur sehr wenig. Es wird gesagt, dass ihre Haare und Augen immer „erdfarben“ sind und ein paar Fähigkeiten werden erwähnt, aber sie werden eigentlich nicht richtig beschrieben. Tryll sind Trolle, aber ganz anders als das, was wir uns darunter vorstellen. Aber was genau heißt das? Wie genau unterscheiden sie sich noch von Menschen? Wozu sind sie in der Lage? Wird alles leider kaum erklärt.

Manchmal schafft Amanda Hocking es auch einfach nicht, die einzelnen Szenen flüssig zu verbinden.  Es gibt Szenen die wie Lückenfüller und Mittel zum Zweck wirken.

Auch ihr Schreibstil gefällt mir nicht wirklich. Mir fehlen eindeutig Beschreibung. Oft schafft sie es nicht, die Stimmung richtig rüber zu bringen. Ich hatte das Gefühl, dass sie das zwar alles in ihrem Kopf sieht, aber es einfach nicht schafft es aufs Papier zu bringen. Hier ein Beispiel: „Blut tränkte meine Kleidung, Schmerz durchzuckte mich und ich weinte hysterisch.“ Da wusste ich einfach nicht, was ich jetzt von dieser Verletzung halten sollte. Der erste Teil klingt nach einer schweren Verletzung, doch dann kommt nur noch „und ich weinte hysterisch“, was sich dann nicht mehr wirklich schlimm anhört. Zu diesem Zeitpunkt ist Wendy erst sechs und hat sowieso den ganzen Prolog lang geheult und Wutanfälle gehabt, weil ihr etwas nicht gepasst hat. Später erfährt man, dass sie mit sechzig Stichen genäht werden musste. So hört es sich aber wirklich nicht an. Das passiert leider sehr, sehr oft. Bei einem Ballkleid hätte ich gerne mehr Beschreibung als blau und schlicht. Auch bei Charakterbeschreibungen kommt oft nur Haarfarbe, Augenfarbe, attraktiv.

Alles in allem muss ich also leider sagen, dass mich das Buch auf ganzer Linie enttäuscht hat. Plot und Charaktere sind flach und vorhersehbar. Wendy sammelt im Laufe des Buches haufenweise Verehrer, obwohl sie eine unglaubliche Zicke ist. Auch die Beziehungen zwischen den Charakteren werden nicht richtig aufgebaut. Wie zum Beispiel zwischen ihr und dem Jungen, in den sie verliebt ist. ( will hier natürlich nichts verraten, falls ihr das Buch noch lesen wollt. Und falls ihr das gerade lest und ein Amanda Hocking Fan seid, dann tut es mir wirklich leid, aber das ist eben meine ehrliche Meinung. Ich will hier niemanden beleidigen, aber das Buch hat mir eben einfach nicht gefallen. Wenn ihr Amanda Hocking toll findet ist das okay. Aus irgendeinem Grund muss sie ja erfolgreich geworden sein. ) Immer wenn Wendy und besagter Junge miteinander reden streiten sie entweder oder er erklärt ihr irgendwas. Trotzdem sind sie unglaublich ineinander verliebt, obwohl sie nicht zusammen sein dürfen. Er versucht sich von ihr fernzuhalten, kann aber nicht, sie will am liebsten mit ihm durchbrennen. Das war mir einfach viel zu viel Drama.

Eigentlich hatte ich gehofft ein Amanda-Hocking-Buch mit einer neuen, frischen Idee würde mir gefallen, aber leider wurde ich enttäuscht. Trotzdem war die Story interessant genug, dass ich weiterlesen wollte, wenn auch vielleicht nur um zu sehen, ob es nicht doch noch besser wird.

Deswegen gibt es  zwei Smileys.

         

Die Tochter der Tryll – Verborgen ist der erste Teil einer Trilogie. Der zweite Teil Entzweit erscheint heute(24. September), der dritte Band Vereint am 22.Oktober.

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4 Kommentare zu “Rezension: Die Tochter der Tryll – Verborgen

  1. Gackelchen sagt:

    Gute Rezension! Kann mich deinen Punkten allen anschliessen 🙂
    Meine ist dann doch ein wenig sanfter ausgefallen, wenn auch nur 3 Sterne bei raus kamen. Ich mag deine Ansicht, werde hier mal ein bisschen weiterstöbern!

    • Acrilia sagt:

      Vielen Dank 🙂 Dann bin ich ja Gott sei Dank nicht die einzige, die das so sieht 😀 Hoffe der Rest unseres Blog gefällt dir auch (Allerdings habe ich irgendwie das Gefühl, dass ich besser darin bin negative Rezensionen zu schreiben, als positive, obwohl ich es wirklich nicht oft mache.)

      • Gackelchen sagt:

        Find ich gut, ich mecker auch eher rum als dass ich alles lobe… Aber bisher liegen wir gleich 😉 Hab auch bei der Sturz durch die Zeit LR mitgemacht, denken da auch gleich… und Godspeed mochtest du auch… also ich bin hier richtig 😉

      • Acrilia sagt:

        Schön das zu hören und schön, dass wir uns da auch einig sind 😉

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